Sprache erschafft Realität: Streiche diese 3 Wörter ab heute aus deinem WortschatzLesedauer 2 Min.

Hand aufs Herz: Wie oft hast du heute schon mit Worten dein eigenes Gehirn sabotiert?

Denn leider nimmt es vieles von dem, was du zu dir und anderen sagst, ziemlich wortwörtlich, was deine Motivation und dein Verhalten beeinflussen kann. Aber das muss ja nicht nur ein Nachteil sein. 😉

Hier kommen drei meiner persönlichen Greatest Hitsund Tipps, um sie loszuwerden (inklusive einiger Werbelinks, die dir Produkte auf Amazon vorstellen):

1. „Müssen“ – der mentale Sklaventreiber

„Ich muss heute noch das Projekt abschließen.“

Das Problem: Jedes Mal, wenn du „müssen“ sagst, zieht sich in deiner Psyche unbewusst alles zusammen. „Müssen“ bedeutet Zwang, Fremdbestimmung und Ohnmacht. Dein Gehirn schaltet in den Widerstandsmodus und schüttet als Gratisbeigabe noch ein paar Stresshormone aus. Kein Wunder, dass die Couch am Ende oft gewinnt.

Die Lösung: Ersetze „müssen“ durch „wollen“ oder „werden“.

  • Alt: „Ich muss den Bericht schreiben, damit ich danach ins Wochendene kann.“

  • Neu: „Ich will/werde jetzt den Bericht schreiben, damit ich danach ins Wochenende kann.“

Spürst du schon beim Lesen den Unterschied? Du bist plötzlich nicht mehr das Opfer deiner To-Do-Liste, sondern der CEO deines Lebens (Stichwort: Selbstwirksamkeit). Du triffst eine bewusste Entscheidung.

2. „Aber“ – der hinterhältige Radiergummi

„Du hast da einen super Job gemacht, aber jetzt …“

Klick ruhig. Ich bin bloß Werbung :-)

Das Problem: „Aber“ ist funktioniert wie eine Art psychologischer Radiergummi. Alles, was du vor dem „aber“ sagst, wird im Kopf deines Gegenübers (oder in deinem eigenen) gelöscht. Es bleibt: der Rest, und der ist meistens der weniger angenehme Teil.

Die Lösung: Tausche das „aber“ gegen ein einfaches „und“.

  • Neu: „Du hast da einen super Job gemacht, und jetzt…“

Aus einem Gegensatz, einer Konfrontation wird plötzlich eine Brücke. Dein Gehirn schaltet von „Problem-Modus“ auf „Lösungs-Modus“.

3. „Eigentlich“ – der verbale Weichspüler

„Eigentlich bin ich mit dem Umsatz ganz zufrieden.“

Das Problem: „Eigentlich“ ist ein Wort wie ein Weichspüler. Es nimmt jeder Aussage die Kraft. Wer „eigentlich“ sagt, baut sich schon vorab die perfekte Ausrede für das spätere Scheitern. Anders ausgedrückt: Wenn Job „eigentlich“ sagst, meinst du in Wirklichkeit „eigentlich nicht“.

Die Lösung: Streich es. Restlos.

  • Alt: „Eigentlich läuft mein Business gut.“

  • Neu: „Mein Business läuft gut.“ oder „Mein Business läuft nicht gut.“

Ohne das „eigentlich“ gewinnen deine Aussagen an Prägnanz und beschreiben eine felsenfeste Realität.

Dein Werkzeug für die Praxis

Da dein Gehirn ein Gewohnheitstier ist, wirst du diese Wörter morgen wieder benutzen – was völlig normal ist. Was du brauchst, ist ein realer Anker, der dich im Alltag sensibilisiert, wenn du mal wieder in eines drei Wörter „getappt bist“.

Hier ein Tipp für den Alltag:

  • Der optische Türsteher (Für den Schreibtisch): Schreib dir deine drei No-Go-Wörter fett auf ein Desktop-Whiteboard wie das magnetische Mini-Whiteboard von Nobo direkt neben dem Monitor. Wenn du dich bei einem „müssen“, „aber“ oder „eigentlich“ ertappst, mach einen Strich. Und genieße, wie sich die Zahl der Striche von Tag zu Tag verringert.

Das Board ist auch sonst sehr praktisch, z. B. um wichtige Ziele für den Tag u. ä. so zu notieren, dass du sie immer im Blick hast.

Fazit: Achte ab jetzt bei deiner Kommunikation mit anderen und bei deinem inneren Monolag auf diese drei Wörter. Und dann: Ertappe dich. Lächle. Verändere dich.

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