Die Panikzone – und warum sie nicht immer da ist, wo du glaubstLesedauer 1 Min.

Sicher ist dir in einem Training schon einmal das Lernzonenmodell (auch Komfortzonenmodell oder 3-Zonen-Modell) begegnet, das aus Komfortzone, Wachstumszone und Panikzone besteht. Klingt auf den ersten Blick ganz einfach, aber der Teufel steckt aus meiner Sicht im Detail.

Die Komfortzone: Home sweet home

Diesem Modell zufolge ist das der Ort, an dem wir uns wohlfühlen. Wörter wie Sicherheit, Geborgenheit, Ordnung, Bequemlichkeit, Entspannung, Genuss kommen einem da in den Sinn. Vielleicht auch Alltag, Routine. Wir befinden uns also in einer Situation, in der wenig Unerwartetes passiert. Anders gesagt: Hier kann man es zwar aushalten, Neues wirst du aber wohl nicht lernen.

Die Wachstumszone: Zeit, dass sich was dreht

Wenn wir uns in dieser Zone befinden, stehen wir neuen Herausforderungen gegenüber. Sicherheiten werden in Frage gestellt und wir müssen unsere bisherigen Positionen modifizieren oder erweitern. Bei all dem fühlen wir uns aber nicht überfordert und ggf. von außen gut unterstützt.

Die Panikzone: Salz auf unserer Haut

Du wachst nachts schweißgebadet bei dem Gedanken auf, was dich am nächsten Tag erwartet und fühlst dich überfordert? Herzlich Willkommen in der Panikzone. Hier wird das Lernen schwierig, weil uns Angst und die damit verbundenen typischen Reaktionen wie “Fight or Flight”, Tunnelblick usw. in eine Blockadehaltung versetzen. Wer schon einmal mit dem Thema Burn-out zu tun hatte, weiß, wohin das führen kann, wenn es zum Dauerzustand wird.

Die versteckte Panikzone: Schau genau

Das Modell klingt im ersten Moment recht einfach: Ein reflektierter Blick auf sich selbst – und schon weiß man, in welcher Zone man sich befindet und welche Schritte man ggf. ergreifen muss.

Aus Gesprächen mit Freunden und Kollegen – nicht, dass mir das selbst schon einmal passiert wäre – muss man hier aber genau aufpassen, denn es gibt aus meiner Sicht noch eine “versteckte” Panikzone.

Bildlich gesprochen ist es das Sofa von dem wir nicht aufstehen wollen. Der Alltag, aus dem wir nicht ausbrechen können. Häufig fühlt sich das sehr nach Komfortzone an: bequem, sicher, vertraut. Aber es gibt einen wichtigen Unterschied: Du verharrst dort nicht, weil du gerne dort bist, sondern weil du Angst vor dem Aufstehen und den Anforderungen hast, die “draußen” auf dich warten.  Nicht bewegen, dann passiert auch nichts.

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Es kostet einiges an Selbsterkenntnis und Achtsamkeit, um sich diesen Unterschied zwischen Komfort- und Panikzone einzugestehen. Aber nur wenn es dir gelingt, kannst du den ersten Schritt in Richtung Problemlösung machen und dich in die Wachstumszone aufmachen, wo Spannung, Spaß und Erfolg auf dich warten.

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