Mit Google Trends Kommunikationsmuster erkennenLesedauer 2 Min.

Darüber spricht die Welt: Mit dem kostenlosen Online-Service Google Trends kannst du Muster in der Kommunikation erkennen. Hier erfährst du, wie du mit diesem Tool spannende Schlussfolgerungen ziehen kannst.

So funktioniert Google Trends

Es gibt das geflügelte Wort, dass Prognosen besonders dann schwierig sind, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen. Auch Google Trends erlaubt natürlich keinen sicheren Blick nach vorne. Aber es lassen sich mit diesem kostenlosen Tool interessante Zusammenhänge aufdecken, die gewissen Vorhersagen für zukünftige Ereignisse erlauben.

Letztlich zeigt dir dieses Werkzeug von Google über einen beliebig skalierbaren Zeitraum, wie oft ein bestimmter Suchbegriff in einem von dir wählbaren geographischen Raum, also z. B. Deutschland, gesucht worden ist. Anders gesagt beantwortet Google Trends folgende Frage: Wofür haben sich die Nutzer von Google in einem bestimmten Zeitraum an einem bestimmten Ort interessiert?

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Darüber hinaus erlaubt dir Google Trends auch noch zu sehen, welche ähnlichen Begriffe von Nutzern gesucht worden sind. Nachfolgend zwei Beispiele, die dir den Nutzen verdeutlichen.

Google Trends Beispiel 1: Das politische Sommerloch und die Wehrpflicht

Anfang August 2018 brach eine Debatte über die Wiedereinführung der Wehrpflicht hoch. Über den Sinn und Unsinn einer solchen Regelung möchte ich mir hier nicht weiter auslassen. Uns interessieren ja die Fakten. Hier eine Auswertung von Google Trends für den Begriff “Wehrpflicht” zwischen Januar und August 2018.

Google Trends Wehrpflicht

Der Verlauf lässt eine relativ klare Schlussfolgerung zu: Es handelte sich um ein typisches Thema der Kategorie “politisches Sommerloch”. Eine längerfristige öffentliche Debatte ist offensichtlich ausgeblieben. Damit dürfte eine Einführung der Wehrpflicht zumindest auf absehbare Zeit wieder vom Tisch sein.

Google Trends Beispiel 2: Wie lange interessieren uns Naturkatastrophen?

Eine der größten Naturkatastrophen der letzten Jahre, das von den Medien stark aufgegriffen wurde, war das Erdbeben in Nepal im April 2015. Hier eine Auswertung von Google Trends mit dem Suchbegriff “Nepal” für den Zeitraum zwischen Januar und Juni 201:

Google Trends Erdbeben Nepal

Beeindruckend: Man kann sogar das schwächere Nachbeben am 12.05. erkennen, das buchstäblich im Vergleich zu einer schwächeren Aufmerksamkeit geführt hat. Hier lässt sich beispielsweise für Hilfsorganisationen eine – wenig erfreuliche – Schlussfolgerung ziehen: Die Zeit, in der die Aufmerksamkeit für eine Katastrophe und damit auch die Spendenbereitschaft hoch ist, ist äußerst kurz. Wir reden von weniger als einem Monat. Eine schnelle Reaktion, z. B. durch Emails und andere Aufrufe an potentielle Spender ist das A und O, um möglichst viel Unterstützung für ein Nothilfe-Programm zu erhalten. Du kannst ähnliche Ergebnisse sehen, wenn du Google Trends beispielsweise zur Analyse des verheerenden Taifuns Haiyan auf den Philippinen im November 2013 oder des großen Ebola-Ausbruchs in Guinea, Liberia und Sierra Leone im Jahr 2014 nutzt. Das spricht dafür, dass zukünftige Katastrophen in den Massenmedien ähnlich aufgegriffen werden.

 

Sicher hast du beim Lesen einige Ideen bekommen, wie du Google Trends zukünftig nutzen kannst. Ich bin gespannt, von deinen Ideen zu hören und freue mich auf Kommentare zu diesem Artikel.

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